Der Kanton Bern ist das Herzstück der Schweiz – geographisch, politisch und kulturell. Als flächenmäßig zweitgrößter Kanton (nach Graubünden) und Sitz der Bundesstadt Bern nimmt er eine Sonderrolle im Gefüge der Eidgenossenschaft ein.
Hier ist ein Überblick über die Vielseitigkeit des „Bärenkantons“:
1. Geographie: Vom Jura bis zu den Alpen
Kaum ein anderer Kanton bietet eine so dramatische landschaftliche Vielfalt. Bern lässt sich grob in drei Regionen unterteilen:
Das Berner Oberland: Weltberühmt für das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Hier finden sich tiefblaue Seen (Thuner- und Brienzersee) und erstklassige Skigebiete wie Grindelwald oder Gstaad.
Das Mittelland: Die fruchtbare Herzkammer des Kantons mit sanften Hügeln, Landwirtschaft und der geschäftigen Hauptstadt.
Der Berner Jura: Der französischsprachige Norden, geprägt durch die Uhrenindustrie und die raue Schönheit des Juragebirges.
2. Die Bundesstadt Bern
Die Stadt Bern ist nicht nur Kantonshauptstadt, sondern auch das politische Zentrum der Schweiz.
UNESCO-Welterbe: Die Berner Altstadt mit ihren charakteristischen Arkaden (Lauben), den Zytglogge (Zeitglockenturm) und den zahlreichen Brunnen ist eines der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtzentren Europas.
Politik: Im Bundeshaus schlägt das politische Herz des Landes. Hier tagen der National- und Ständerat.
Lebensgefühl: Die Berner gelten als gemütlich, aber beständig. Ein Symbol für diese Lebensart ist das sommerliche Baden in der Aare – ein Volkssport für Einheimische.
3. Besonderheiten & Kultur
Zweisprachigkeit: Bern ist offiziell zweisprachig (Deutsch und Französisch). Während im Großteil des Kantons Berndeutsch gesprochen wird, ist der Jura französischgeprägt.
Wirtschaft: Neben dem starken Dienstleistungssektor (Verwaltung, IT) ist Bern ein Zentrum für Medizintechnik, Präzisionsmechanik und natürlich den Tourismus.
Kulinarium: Wer Bern besucht, kommt an der Berner Platte (fleischlastiges Traditionsgericht) oder den süßen Meitschibei (Gebäck) nicht vorbei.